Gerichtsverhandlung hautnah: 5AHK zu Besuch am Landesgericht
Einen besonderen Einblick in die österreichische Justiz erhielt am Donnerstag, dem 12. Februar 2026, die 5AHK. Die Schülerinnen und Schüler besuchten das Landesgericht Ried im Innkreis und verfolgten dort eine Strafverhandlung live.
Im Mittelpunkt stand der Prozess gegen einen 31-jährigen Mann, dem nationalsozialistische Wiederbetätigung, schwere Körperverletzung sowie gefährliche Drohung vorgeworfen wurden. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte einen behinderten Mann ausländerfeindlich beschimpft, nationalsozialistische Parolen gerufen und ihn körperlich angegriffen. Auch gegenüber einschreitenden Polizeibeamten soll er aggressiv aufgetreten sein.
Während der Verhandlung wurden mehrere Zeugen einvernommen, die den Vorfall aus ihrer Sicht schilderten. Ihre Aussagen spielten eine zentrale Rolle bei der Beweisaufnahme und verdeutlichten die Bedeutung von Zeugenaussagen für die Entscheidungsfindung des Gerichts.
Nach Abschluss des Verfahrens wurde der Angeklagte zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt.
Für die Schülerinnen und Schüler war der Besuch eine eindrucksvolle Erfahrung. „Wir konnten hautnah miterleben, wie ein Gerichtsprozess abläuft und wie unterschiedliche Aussagen und Beweise bewertet werden“, lautete das Fazit der Klasse. Der Lehrausgang erwies sich damit als wertvolle Ergänzung zum Unterricht und als praxisnaher Einblick in das Rechtssystem.